Einbrecher legen Telekomnetz in Nordbrandenburg lahm

Einbrecher legen Telekomnetz in Nordbrandenburg lahm

Nach einem Einbruch in eine Vermittlungsstelle der Telekom sind nach wie vor Hunderte Internet- und Festnetzanschlüsse von Kunden in Nordbrandenburg gestört. «Leider verzögern sich die Instandsetzungsarbeiten», teilte ein Telekom-Sprecher am Dienstagnachmittag mit. «Obwohl wir 15 Monteure vor Ort im Einsatz haben, müssen wir bei den Arbeiten in der Vermittlungsstelle unter anderem coronabedingt Abstandsregelungen einhalten, so dass wir nicht so schnell vorankommen wie gedacht.»

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Das Logo der Deutschen Telekom leuchtet.

Das Unternehmen rechne damit, dass im Laufe des Mittwochs die Arbeiten beendet werden könnten, hieß es. Einige Kunden seien aber bereits wieder am Netz. Auch das Mobilfunknetz in der Region laufe teilweise wieder.
In der Nacht zum Montag hatten der Telekom zufolge Einbrecher in Karstädt im Landkreis Prignitz ein Dutzend Glasfaser- und Kupferkabel durchtrennt und beschädigt. 2000 Anschlüsse von Kunden des Netzbetreibers waren in dem Landkreis daraufhin gestört. Sechs Mobilfunkstandorte waren zudem betroffen, die über die Vermittlungsstelle versorgt wurden.
Die Polizei geht davon aus, dass die Täter damit vor allem Alarmsysteme eines Einkaufsmarkts in Karstädt ausschalten wollten. Am Montagvormittag sei dort ein Einbruch gemeldet worden, der vermutlich mit der Zerstörung der Kabel in Zusammenhang stehe, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord am Dienstag auf Anfrage. Dabei sei ein Tresor gewaltsam aufgebrochen worden. Nach ersten Erkenntnissen habe die Alarmanlage kein Signal gegeben, hieß es. Hinweise auf die Täter und Informationen zur erbeuteten Summe gab es zunächst nicht.
Bereits im September 2019 hatte es im Ort Heiligengrabe einen Einbruch in einen Supermarkt gegeben, wo die Alarmanlage nicht funktionierte, nachdem in einem Verteilerhäuschen Kabel durchtrennt worden waren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. November 2020 19:07 Uhr

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