Berlin Volleys müssen im Pokal-Derby «höllisch aufpassen»

Berlin Volleys müssen im Pokal-Derby «höllisch aufpassen»

Bei den Berlin Volleys herrscht erhöhte Anspannung. «Wir müssen höllisch aufpassen. Das wird kein Spaziergang», warnte Manager Kaweh Niroomand vor dem Heimspiel im Viertelfinale des deutschen Volleyball-Pokals gegen die Netzhoppers KW-Bestensee am Mittwoch (19.30 Uhr/sporttotal.tv). Wer gewinnt, trifft im Halbfinale am 9. oder 10. Dezember daheim auf den Sieger der Partie Volleys Herrsching gegen Grizzlys Giesen. Wegen der Corona-Pandemie sind in dieser Saison im Pokal nur die Erstligisten am Start.

Kaweh Niroomand

© dpa

Der Manager der BR Volleys, Kaweh Niroomand, verfolgt eine Pressekonferenz.

Die 0:3-Niederlage beim VfB Friedrichshafen in der Bundesliga am vergangenen Samstag hat der zehnmalige deutsche Meister abgehakt. «Wir hatten 50 Prozent unserer ersten Sechs nicht auf dem Feld», sagte Niroomand. «Das Verletzungspech hat uns böse erwischt. In voller Besetzung haben wir schon noch eine andere Qualität.»
Für die Partie gegen die Netzhoppers ist bei den BR Volleys in der Personalfrage keine Entspannung in Sicht. In Sergej Grankin (Wadenverletzung) und Timothee Carle (Bauchmuskelzerrung) fallen zwei Stützen des Teams weiterhin aus. Mittelblocker Anton Brehme (Rückenbeschwerden) soll, sagte Niroomand, «erst einmal sehr behutsam wieder herangeführt werden».
Nach dem Wiederaufstieg der Netzhoppers in die Bundesliga im Jahr 2014 trafen beide Mannschaften in insgesamt 16 Pflichtspielen in Liga und Pokal aufeinander. Immer siegten die BR Volleys, dabei 13 Mal ohne Satzverlust, zuletzt am 16. Januar dieses Jahres in eigener Halle aber nur knapp mit 3:2.
Die Netzhoppers überzeugen in dieser Saison bisher durch sehr emotionale und kampfstarke Auftritte. «Alle sind bereit, hart zu arbeiten. Jeder unterstützt den anderen», sagte Trainer Christophe Achten. Auch Niroomand zeigte sich vom Gegner beeindruckt: «Sie haben durch den Trainerwechsel und die vielen neuen Spieler neue Impulse reingebracht. Die Mannschaft macht einen eingespielten, stabilen Eindruck.»
Das bestätigten die Brandenburger auch in der Qualifikation für das Pokal-Viertelfinale. Dort schlugen sie den letztjährigen Pokalfinalisten SWD powervolleys Düren 3:2 - nach einem 0:2-Rückstand. «Davor muss man den Hut ziehen», sagte Niroomand.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. November 2020 10:18 Uhr

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