Städte- und Gemeindebund gegen generelle Böllerverbote

Städte- und Gemeindebund gegen generelle Böllerverbote

Ebenso wie der Bundesverband hat sich auch der Brandenburger Städte- und Gemeindebund gegen generelle Böllerverbote im ganzen Land ausgesprochen. Die Situation stelle sich je nach Größe der Kommunen unterschiedlich dar, sagte Geschäftsführer Jens Graf am 19. November 2020 auf Anfrage.

Ein abgebrannter Böller

© dpa

Ein abgebrannter Böller liegt auf einer Straße.

«In Berlin ist die Lage an Silvester sicherlich anders in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf in Brandenburg», sagte. «Eine Rechtsgrundlage, die üblichen privaten Silvesterfeuerwerke in allen Landesteilen zu untersagen, wird hier nicht gesehen.» Allerdings sei nach der derzeitigen Infektionslage nicht zu erwarten, dass zu Silvester größere Feiern möglich sein werden, betonte Graf. «Zum nicht einfachen Silvester 2020/2021 sollte daher an die Menschen appelliert werden, möglichst im Familienkreis zu Hause zu bleiben und ein privates Feuerwerk dem anzupassen», meinte er. «Ich gehe davon aus, dass in diesem Jahr verantwortungsvoller als sonst mit der Situation umgegangen werden wird.»
Einige Städte in Deutschland hatten schon vor Monaten Verbotszonen etwa in Innenstädten angekündigt. Wegen der Corona-Pandemie fordern einige Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter nun ein generelles Böllerverbot an Silvester. Darüber berichtete die «Bild»-Zeitung. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) lehnt demnach ein Verbot ab.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. November 2020 15:56 Uhr

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