Erste Bombenentschärfung in Oranienburg in Corona-Pandemie

Erste Bombenentschärfung in Oranienburg in Corona-Pandemie

Die von Weltkriegsbomben besonders betroffene brandenburgische Stadt Oranienburg muss am Mittwoch erstmals in der Corona-Pandemie einen Blindgänger entschärfen - unter erschwerten Bedingungen.

Eine entschärfte Weltkriegsbombe liegt auf einer Transportpalette

© dpa

«Wir haben deutlich mehr Anlaufstellen für die Bewohner, um den Abstand einzuhalten. Es wird häufig desinfiziert», sagte Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer. Drinnen gelte Maskenpflicht. Speisen und Getränke, die Betroffene sonst bekämen, könne es wegen der Pandemie nicht geben.

Corona-Fälle wurden gesondert evakuiert

Rund 5500 Menschen sind von der Entschärfung der Weltkriegsbombe im Oranienburger Ortsteil Lehnitz betroffen. Darunter auch einige Corona-Fälle, sagte Fehlauer. Die Betroffenen seien gesondert untergebracht worden. Einige, die am Rand des rund 1000 Meter großen Sperrkreises rund um den Fundort der Bombe wohnen, durften in Absprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst in ihren Wohnungen bleiben.

Bombenentschärfung wahrscheinlich um 15 Uhr abgeschlossen

Die Arbeiten an der 500-Kilogramm-Bombe sollten nach Angaben der Stadtverwaltung noch am Vormittag beginnen. Der Blindgänger liege waagerecht und sei in einem guten Zustand, sagte Fehlauer. «Das macht hoffnungsvoll und Mut für eine reibungslose Entschärfung.» Mit einer Aufhebung des Sperrkreises wurde gegen 15.00 Uhr gerechnet. Es ist nach Stadtangaben die 212. Bombe, die seit 1990 in Oranienburg entschärft wird - die erste in der Corona-Pandemie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. November 2020 11:22 Uhr

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