Anteil der Diabetiker in Brandenburg nimmt zu

Anteil der Diabetiker in Brandenburg nimmt zu

Der Anteil der Menschen in Brandenburg mit Diabetes ist gestiegen. Im vergangenen Jahr hatten rund 285 000 Menschen und damit 11,3 Prozent der Bevölkerung in dem Bundesland die Zuckerkrankheit, wie die Barmer-Krankenkasse am Freitag mitteilte. 2014 waren es demnach rund 10,7 Prozent gewesen. Die Zunahme sei nur zum Teil auf den demografischen Wandel zurückzuführen.

Ein Tropfen Insulin hängt an der Nadel einer Diabetiker-Spritze

© dpa

Ein Tropfen Insulin hängt an der Nadel einer wiederverwendbaren Spritze für Diabetiker.

Die Krankenkasse veröffentlichte den sogenannten Diabetes-Atlas zum Weltdiabetestag am 14. November. Die Grundlage für die Berechnungen sind die Daten der Barmer-Versicherten. Sie wurden standardisiert und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. In Brandenburg hat die Barmer eigenen Angaben nach rund 460 000 Versicherte, in Deutschland etwa 8,9 Millionen.
Laut den Daten leiden vor allem in Ostdeutschland verhältnismäßig viele Menschen an Diabetes Typ 1 und 2: Nach Brandenburg sei der Anteil nur in Sachsen-Anhalt (11,7 Prozent) und Sachsen (11,5 Prozent) höher, hieß es. Der Bundesdurchschnitt liege bei 9,2 Prozent.
«Es ist ein Alarmzeichen, dass in Brandenburg mehr als jeder zehnte an Diabetes leidet», sagte Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg. Angesichts der Tatsache, dass sich Diabetes Typ 2 mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung vorbeugen lasse, sei die Betroffenenzahl viel zu hoch. Leyh sprach sich für eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln aus.
Die Zahlen zeigen überall in Deutschland einen ansteigenden Trend: Während 2014 rund 6,89 Millionen Menschen, also 8,48 Prozent der Bevölkerung, die Zuckerkrankheit hatten, waren es den Angaben zufolge im vergangenen Jahr bereits 7,66 Millionen Betroffene.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. November 2020 14:25 Uhr

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