Mehr Schulschließungen und Lerngruppen in Quarantäne

Mehr Schulschließungen und Lerngruppen in Quarantäne

Die landesweit steigenden Zahlen von neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg haben nach Angaben des Bildungsministeriums auch deutliche Folgen für den Schulunterricht.

Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen

© dpa

Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen.

Seit dem Start des Schuljahres im August mussten demnach 14 Schulen zeitweise ganz geschlossen werden. Diese Schließungen sind mittlerweile aufgehoben. Aktuell sind den Angaben zufolge vier Schulen geschlossen. Zudem habe es 163 inzwischen abgeschlossene Fälle gegeben, in denen Lerngruppen in Quarantäne geschickt werden mussten, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. 110 Lerngruppen sind aktuell noch im Fernunterricht.
Bis zum Beginn der Herbstferien hatte es nur 141 Fälle gegeben, in denen Lerngruppen in Quarantäne geschickt werden mussten - 11 Schulen mussten zeitweise ganz geschlossen werden. Das Bildungsministerium hatte allerdings versichert, dass die Schulen mit Notfallplänen ausreichend gerüstet seien, wenn nach Infektionen auf Homeschooling umgeschaltet werden müsse.
In Cottbus sind nach Mitteilung der Stadtverwaltung seit dem 27. Oktober 11 Schulen von erheblichen Quarantänemaßnahmen für Schüler und Lehrer betroffen. Damit sei an einigen Schulen der Schulbetrieb nicht mehr möglich oder zumindest erheblich eingeschränkt. Daher gilt in allen Schulen und Horten der Stadt von diesem Freitag an eine erweiterte Maskenpflicht auch im Unterricht.
Jede Schule hat nach Angaben des Ministeriums einen eigenen Hygieneplan und ein Konzept zum Umgang mit der Pandemie. Unter Beachtung des Infektionsschutzes gibt es Musik- und Sportunterricht.
Schüler müssen nach der Verordnung des Landes die Alltagsmaske in allen gemeinschaftlich genutzten Bereichen der Schulen wie Fluren und Essenräumen tragen. Für Schüler der Oberstufen in Gymnasien und der Oberstufenzentren gilt seit Montag auch die Maskenpflicht im Unterricht. Mehrmals täglich, mindestens nach jeder Unterrichtsstunde, ist eine Stoß- oder Querlüftung der Räume vorgesehen.
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Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst hat sich am Freitag in einem Brief an Eltern und Erziehungsberechtigte gewandt. «Die pandemische Entwicklung des Infektionsgeschehens verlangt uns allen weiterhin ein hohes Maß an Einsicht in die Notwendigkeit der aktuellen Maßnahmen und an Disziplin ab», so die SPD-Politikerin. «Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind. Eltern, Großeltern, Erziehungsberechtigte haben ihre Kinder und Enkel nach Kräften unterstützt; Schulleitungen und Lehrkräfte haben Großartiges geleistet, schulische Bildung zu gewährleisten.»
Doch auch wenn es schwerfalle, noch für längere Zeit mit den Einschränkungen leben zu müssen, sei Innehalten keine Alternative. «Wir wollen, dass Schulen auch weiterhin sicher bleiben und haben deshalb - beginnend mit dem 2. November - die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft», schrieb Ernst. «Das rigorose Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln, die Maskenpflicht für obere Klassen, das richtige Lüften, zusätzliche Maßnahmen des Infektionsschutzes - das sind die wichtigsten Verhaltensregeln.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. November 2020 18:38 Uhr

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