Netzhoppers nach Sieg in Lüneburg: «Weit oben mitspielen»

Netzhoppers nach Sieg in Lüneburg: «Weit oben mitspielen»

Der Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee nimmt große Ziele ins Visier. «Vieles ist möglich. Corona hat eine Menge verändert. Vielleicht können wir ja in dieser Saison sogar ziemlich weit oben mitspielen», sagte Diagonalangreifer Johannes Mönnich nach dem hart erkämpften 3:2 (25:23, 25:18, 18:25, 24:26, 16:14) am Samstag bei der SVG Lüneburg.

Die mehrfach mit Tape umwickelten Finger eines Volleyballspielers

© dpa

Die mehrfach mit Tape umwickelten Finger eines Volleyballspielers.

Dem 22-jährigen Neuzugang vom TV Rottenburg schlug nach seinem Wechsel nach Bestensee anfangs eine gewisse Skepsis entgegen. Nur wenige trauten ihm zu, auf der wichtigen Diagonalposition den zum tschechischen Club Ceske Budejovice abgewanderten Casey Schouten gleichwertig zu ersetzen. Der Kanadier hatte sich vorige Saison bei den Netzhoppers mit 393 Punkten als erfolgreichster Bundesliga-Scorer einen Namen gemacht.
«Casey hat große Fußstapfen hinterlassen», bemerkte Mönnich. «Aber Druck verspüre ich deshalb nicht. Wir spielen jetzt anders, haben mehr Variabilität in unseren Aktionen.» Gegen Lüneburg steuerte der 1,95 Meter große Angreifer den Bestwert von 25 Punkten zum Sieg bei und wurde zum wertvollsten Spieler der Partie (MVP) gewählt.
Die Netzhoppers hätten das Spiel eigentlich bereits im vierten Durchgang für sich entscheiden müssen. Da lagen sie 24:19 in Führung, ehe die Lüneburger eine unglaubliche 7:0-Punkte-Serie zum 26:24-Satzgewinn hinlegten. «In dieser Phase war bei uns zu viel Nervosität im Spiel und der Gegner hat auch gut verteidigt», erklärte Mönnich den kurzfristigen Leistungsabfall. «Letztlich haben wir als das bessere Team verdient gewonnen.» Sein Gesamteindruck: «Es war ein geiles Spiel.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. November 2020 11:06 Uhr

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