Versuchter Totschlag in JVA: Angeklagte schweigen

Versuchter Totschlag in JVA: Angeklagte schweigen

Im Prozess um einen versuchten Totschlag in der Justizvollzugsanstalt Heidering haben die Angeklagten am ersten Prozesstag geschwiegen. «Die Motivlage ist noch völlig unklar», sagte eine Sprecherin des Landgerichts Potsdam am Donnerstag. Am Nachmittag sollte der Geschädigte als Zeuge aussagen. Nach Gerichtsangaben war aber ungewiss, ob der Mann vor Gericht erscheinen wird. Er habe keinen festen Wohnsitz.

Justitia-Figur

© dpa

Eine Figur der Justitia.

Die vier Männer im Alter von 28 bis 38 Jahren sollen einen anderen Gefangenen im Februar 2019 auf dem Freistundenhof der JVA brutal verprügelt haben. Die Staatsanwaltschaft hat sie wegen versuchten Totschlags angeklagt. Demnach sollen zwei von ihnen ihn zunächst mehrfach mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend sollen sie abwechselnd auf den Kopf des am Boden liegenden Mannes eingetreten haben. Dieser erlitt nach Gerichtsangaben unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma sowie einen Bruch im Gesicht. Auch zwei eingreifende Beamte sollen attackiert worden sein.
Das Gericht hat insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess soll am kommenden Donnerstag (5. November) fortgesetzt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. Oktober 2020 14:12 Uhr

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