238 neue Corona-Fälle in Brandenburg bestätigt

238 neue Corona-Fälle in Brandenburg bestätigt

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg ist gegenüber dem Vortag wieder deutlich gestiegen. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 238 neuen bestätigten Fällen innerhalb eines Tages. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Am 24. Oktober waren es 247 neue Ansteckungen, am 3. April 187 Neuinfizierte. Immer mehr Landkreise und Städte gelten mittlerweile als Risikogebiete, auch die Landeshauptstadt Potsdam ist seit Mittwoch darunter.

Ein Abstrichstäbchen wird in die Kamera gehalten

© dpa

Ein Abstrichstäbchen wird in die Kamera gehalten.

Sobald ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt über dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt, ist es ein Risikogebiet - nach Angaben des Ministeriums für mindestens zehn Tage. Mittlerweile gibt es in Brandenburg zwölf solcher Gebiete, drei Städte und neun Landkreise.
Die Angaben zu den Risikogebieten im Land ändern sich nach Angaben des Ministeriums von Tag zu Tag, weil die Landkreise mitunter andere Zahlen von bestätigten Fällen haben und das Ministerium diese für die aktuelle Statistik verzögert erhält.
Erstmals liegt auch die Landeshauptstadt Potsdam deutlich über dem kritischen Ansteckungs-Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Laut Stadtverwaltung liegt er bei 62,1. Damit treten laut der Umgangsverordnung des Landes ab Donnerstag verschärfte Regeln in Kraft.
Nach den Gesprächen von Bund und Ländern werde man sich auf weitere Einschränkungen in den kommenden Wochen einstellen müssen, um den dynamischen Anstieg zu stoppen, betonte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).
Bestehen bleibt in Potsdam die am Samstag in Kraft getretene Maskenpflicht in der Brandenburger Straße, im Umfeld des Hauptbahnhofes sowie auf den Wochenmärkten bei Betrieb.
Als Risikogebiet gelten zudem die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming. Zudem liegen die Städte Cottbus, Brandenburg an der Havel und Potsdam über dem kritischen Wert von 50 Ansteckungen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Cottbus hat nach Angaben der Stadtverwaltung einen Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 99 und liegt damit im Land am weitesten über der kritischen Marke. Für ganz Brandenburg liegt der Wert bei 54,2.
Ab einem Sieben-Tage Inzidenzwert von über 50 sieht die Umgangsverordnung vor, dass der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet ist. Feiern in Privaträumen dürfen nur noch mit maximal zehn Personen aus zwei Hausständen und in angemietetem Räumen mit maximal zehn Personen laufen. Für öffentliche Veranstaltungen gibt es neue Teilnehmergrenzen: Maximal 150 Personen im Freien und 100 in geschlossenen Räumen. In Gaststätten gilt neben dem Abstandsgebot auch ein Alkohol-Ausschankverbot nach 23 Uhr.
Insgesamt haben sich seit März 7308 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zwei neue Todesfälle kamen hinzu. Bislang starben in Brandenburg 194 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Die Zahl der aktuell Infizierten stieg um 118 auf 2145. 188 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon werden 22 intensivmedizinisch beatmet. 4969 Menschen gelten als genesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. Oktober 2020 16:04 Uhr

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