Ferropolis hofft auf Großveranstaltungen im nächsten Jahr

Ferropolis hofft auf Großveranstaltungen im nächsten Jahr

Die Baggerstadt Ferropolis hat finanzielle Probleme. Dennoch wollen die Verantwortlichen nicht jammern, sondern hoffen auf das nächste Jahr. «Wir haben Glück, dass wir ein großes Außengelände haben», sagte Umsetzungsmanagerin Janine Scharf. Wo sich in anderen Jahren unter anderem die Hip-Hop-Szene zum Splash-Festival getroffen hat, wurde in diesem Jahr gecampt. «Rund 100 Campingplätze entstanden im Sommer.» Aufgrund der Freiflächen konnte ideal Abstand gehalten werden.

Fahrräder und ein Wohnmobil stehen in Ferropolis

© dpa

Fahrräder und ein Wohnmobil stehen in Ferropolis vor ausgedienter Bergbautechnik.

Der Ort mit den fünf Braunkohle-Großgeräten zog insbesondere viele Familien an. «Im Sommer hatten wir rund 9000 Tagesbesucher pro Monat und auf das Jahr 2020 gerechnet etwa 50 000 Tagesbesucher, im Vorjahr waren es 35 000 Tagesbesucher», sagte die Managerin. «Allerdings fehlen uns in diesem Jahr rund 100 000 Gäste aufgrund der ausgefallenen Großveranstaltung.»
Für Ferropolis sind die enormen Einbußen sehr schmerzlich. Scharf hofft, dass das Land etwa 300 000 Euro dazu gibt, um über den Winter zu kommen. «Im Sommer waren die Camping-Stellplätze fast ausgebucht und jetzt sind immer noch 20 bis 30 Plätze belegt», sagte Scharf. «Das bringt einen gewissen finanziellen Ausgleich, aber es sind zu wenig Einnahmen, um die laufenden Kosten zu decken.»
Für 2021 sind allerdings wieder Großveranstaltungen geplant. Dazu zählt auch wieder das Hip-Hop-Festival Splash, das sogar zweimal stattfinden soll. Ebenso soll es in den Randzeiten auch wieder Campingplätze geben.
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Außerdem soll in ein Tagebaugroßgerät ein Fahrstuhl eingebaut werden, der Besucher barrierefrei auf eine Aussichtsplattform bringt. «Die Ausschreibungen dazu laufen noch und im Frühjahr soll alles fertig sein», sagte Scharf. Die Kosten für das Projekt bezifferte sie mit rund 1,2 Millionen Euro.
In Ferropolis sind insgesamt fünf Tagebaugroßgeräte, darunter Bagger und Ausleger zu sehen, die im Braunkohleabbau im Einsatz waren. Sie sind hunderte Tonnen schwer und bis zu 30 Meter hoch - Zeitzeugen der ostdeutschen Industriegeschichte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. Oktober 2020 06:44 Uhr

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