Grippeimpfung in Brandenburg gefragt

Grippeimpfung in Brandenburg gefragt

In Brandenburg wollen sich nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen. Die Vertragsärzte im Land berichteten von einem deutlich höheren Interesse an der Grippeschutzimpfung, so Sprecher Christian Wehry am Dienstag. Man gehe davon aus, dass es ausreichend Impfstoff gibt.

Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf einem Nachttisch

© dpa

Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf einem Nachttisch.

Anfang November werde die nächste Charge vom Paul-Ehrlich-Institut freigegeben, die dann verteilt werde, so Wehry.
Impfen lassen sollten sich laut KVBB alle Menschen über 60, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Vorerkrankungen, wie Herz- und Kreislaufkrankheiten oder Diabetes, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Schwangere.
Auch für Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben – wie Ärzte, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Lehrer, Erzieher oder Busfahrer – sei die Grippeschutzimpfung wichtig. Erster Ansprechpartner sei der Haus- oder Kinderarzt beziehungsweise der Facharzt, etwa der Frauenarzt oder der Internist.
Karin Harre, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburg und praktizierende Ärztin rechnet zunächst nicht mit einem Engpass beim Grippeimpfstoff. Dennoch sollten sich jetzt, da Grippe und Corona zusammenkommen, erst einmal Menschen über 60 und solche mit Vorerkrankungen in den Praxen impfen lassen. Alle anderen könnten dann im Dezember, wenn sich die Lage hoffentlich etwas beruhigt habe, kommen.
Überlaufen sei ihre Praxis in Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) derzeit noch nicht. Besonders in den Herbstferien sei es ruhiger. «Wir haben fünf bis sechs Patienten mit Grippeinfekten am Tag.» Zur Grippezeit seien es sonst auch schon einmal zehn bis 15 Menschen.
Viele hätten sich im vergangenen Jahr gegen Influenza impfen lassen. «Die Leute sind sensibilisiert.» Laut Harre sind in Brandenburg 60 Prozent der über 60-Jährigen geimpft. Andere Bundesländer lägen darunter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. Oktober 2020 18:26 Uhr

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