Innenminister: Kompromiss zu Polizeistudie gangbarer Weg

Innenminister: Kompromiss zu Polizeistudie gangbarer Weg

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen(CDU) hält den zur Polizeistudie gefundenen Kompromiss für einen «gangbaren Weg». «Eine Studie darf keinen Selbstzweck verfolgen und erst recht nicht eine ganze Berufsgruppe diskreditieren», erklärte Stübgen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Den Fokus auf die Alltagserfahrungen zu legen, mit denen die Beamten konfrontiert sind, sei daher ein entscheidender Baustein. Mit Blick auf die kommende Innenministerkonferenz sagte Stübgen, dort sollte besprochen werden, wie das gemeinsam umzusetzen sei. Klar bleibe aber auch, dass eine Studie allein keine Probleme behebe. «Wir setzen in Brandenburg bereits unseren Maßnahmenplan gegen Rechtsextremismus um, da warten wir nicht auf das Ergebnis einer Studie.

Michael Stübgen (CDU), Innenminister von Brandenburg

© dpa

Michael Stübgen (CDU), Innenminister von Brandenburg.

Nach monatelangem Streit in der Koalition ist Bundesinnenminister Horst Seehofer jetzt doch bereit, eine Studie zu Rassismus in der Polizei in Auftrag zu geben. Der CSU-Politiker besteht allerdings darauf, dass die Forscher gleichzeitig auch Schwierigkeiten und Frust im Alltag der Sicherheitsbeamten in den Blick nehmen. Damit da eine «vernünftige Balance» herrsche, sagte Seehofer am Dienstag in Berlin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. Oktober 2020 17:13 Uhr

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