Rechtsextremes Tattoo: Bildungsministerium begrüßt Urteil

Rechtsextremes Tattoo: Bildungsministerium begrüßt Urteil

Das Bildungsministerium Brandenburg hat die Strafe gegen einen Lehrer, der seine rechtsextremen Tätowierungen vor Schülern zeigte, begrüßt. Der 37-Jährige war am Montag vom Amtsgericht Oranienburg zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig. «Wir begrüßen die Klarstellung durch das Gericht», teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann war im Juli 2018 auf einem Schulfest am Bernsteinsee (Barnim) als Schiedsrichter im Einsatz gewesen. Als er sein T-Shirt auszog, kamen der Wahlspruch der SS, «Meine Ehre heißt Treue», sowie weitere rechte Tattoos zum Vorschein. Ein Zeuge fotografierte den Lehrer mit nacktem Oberkörper. Dem 37-Jährigen wurde daraufhin gekündigt. Dagegen klagte er. Am 17. November soll am Arbeitsgericht Neuruppin über seine Kündigung verhandelt werden. Der Mann hatte im Prozess vor dem Amtsgericht laut einer Sprecherin bestritten, eine rechte Gesinnung zu haben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. Oktober 2020 14:51 Uhr

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