Corona-Krise belastet Brandenburger Handwerk

Corona-Krise belastet Brandenburger Handwerk

Die Corona-Krise belastet das Brandenburger Handwerk - insgesamt konnten die Betriebe sie aber bisher gar nicht so schlecht meistern. Das ergab die am Dienstag vorgestellte traditionelle Herbstumfrage der Handwerkskammern Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder). 87 Prozent aller Betriebe schätzen danach ihre Geschäftslage aktuell noch als gut oder befriedigend ein. Im Vorjahr waren dies noch 10 Prozentpunkte mehr gewesen.

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Ein Mechaniker arbeitet in einer KfZ-Werkstatt an der Unterseite eines Autos.

In den vergangenen Monaten habe das Handwerk einmal mehr bewiesen, mit welcher Kraft es ein Land am Laufen halte, betonte Robert Wüst, Präsident des Brandenburgischen Handwerkskammertages. Dass das Handwerk systemrelevant sei, zweifle heute wohl keiner mehr an.
Landesweit hätten 85 Prozent der Betriebe ihre Belegschaft gehalten, in Teilen sogar aufgestockt. Insgesamt gingen die Handwerker des Landes verhalten optimistisch in die kommenden Monate. 85 Prozent der Betriebe erwarten laut der Herbstumfrage eine gleichbleibende oder bessere Geschäftslage.
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Die staatlichen Maßnahmen haben bisher aus Sicht der Betriebe das Schlimmste für die Branche abgewendet. Wo Überbrückung nötig sei, helfe Kurzarbeitergeld. Auch Soforthilfe sei in Anspruch genommen worden, hieß es. Wichtig sei, einen zweiten Lockdown unbedingt zu verhindern. Diesen würde das Handwerk nicht verkraften.
Der Brandenburger Handwerkskammertag vertritt die Interessen von rund 40 000 Betrieben landesweit mit mehr als 160 000 Beschäftigten. Jährlich erwirtschaften sie knapp 14 Milliarden Euro Umsatz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. Oktober 2020 14:05 Uhr

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