Streiks im Brandenburger Nahverkehr, Verdi: Hohe Beteiligung

Streiks im Brandenburger Nahverkehr, Verdi: Hohe Beteiligung

Bei den Warnstreiks in märkischen Verkehrsbetrieben hat es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Freitag eine hohe Beteiligung gegeben. «In Brandenburg an der Havel und in Potsdam lag sie bei fast 100 Prozent», sagte Jens Gröger, Verdi-Verhandlungsführer Brandenburg, auf Anfrage. «Die Stimmung ist gut.» Die Beschäftigten wollten mit dieser Aktion ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen unterstreichen.

Warnstreik von verdi

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Warnstreik von verdi

Busse und Bahnen blieben bis mittags in den Depots. Bei den anderen Verkehrsunternehmen im Land sollte der Betrieb nach Gewerkschaftsangaben normal laufen. Aufgerufen zur Teilnahme an den Warnstreiks waren die Beschäftigten der Potsdamer Verkehrsbetriebe, der Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH, der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH und der Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH. Auch in Berlin war der öffentliche Nahverkehr betroffen.
Die Kollegen beklagten nach Angaben von Gröger eine Stillhaltetaktik der kommunalen Arbeitgeber bei den Verhandlungen zu einem bundeseinheitlichen Manteltarifvertrag. Der Sprecher schloss weitere Aktionen der Arbeitnehmer kommende Woche nicht aus.
Hintergrund der Warnstreiks ist die Forderung des Verdi-Bundesverbands nach einer bundesweit einheitlichen Tarifregelung für die rund 87 000 Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr. Die Gewerkschaft fordert einheitliche Regelungen unter anderem bei der Nachwuchsförderung oder den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste.
Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Oktober 2020 15:33 Uhr

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