Beschäftigte von Sparkassen in Brandenburg im Warnstreik

Beschäftigte von Sparkassen in Brandenburg im Warnstreik

Beschäftigte der Sparkassen in Brandenburg sind am Mittwoch in den Warnstreik getreten. Bei der zentralen Kundgebung vor der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg kamen nach Angaben der Gewerkschaft am Vormittag rund 150 Mitarbeitende zusammen. Mehrere Filialen zumindest im Landkreis Barnim seien geschlossen, sagte die Bundesfachgruppenleiterin für Finanzdienstleistungen Stefanie Rabe in Strausberg.

Verdi ruft Beschäftigte der Sparkassen zu Streik auf

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Eine Verdi-Fahne weht vor dem Logo einer Sparkasse.

Kunden müssten sich auch auf längere Wartezeiten einstellen. Verdi hatte die Beschäftigte landesweit dazu aufgerufen, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Damit will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck verleihen. Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen hätten die Arbeitgeber noch immer kein Angebot vorgelegt. Wenn kein verhandlungsfähiges Angebot komme, müsse man sich auch in Brandenburg auf weitere Streiks im öffentlichen Dienst einstellen, so Landesbezirksleiter Frank Wolf.
Nach Gewerkschaftsangaben wollten sich unter anderem Beschäftigte der Sparkasse Barnim, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin und der Kreissparkasse Märkisch-Oderland am Warnstreik beteiligen. Demnach waren auch Mitarbeitende der Mittelbrandenburgischen Sparkasse aus Potsdam bei der zentralen Kundgebung in Strausberg dabei.
Verdi fordert in der Tarifrunde Bund und Kommunen (VKA) eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich. Außerdem sollen die Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikanten um 100 Euro monatlich steigen. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. Oktober 2020 14:28 Uhr

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