Schweinepest: Thüringen schickt Suchhund nach Brandenburg

Schweinepest: Thüringen schickt Suchhund nach Brandenburg

Suchhund Nelli aus Thüringen soll bei der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg helfen. Der speziell für die Suche nach Wildschweinkadavern ausgebildete ungarische Vorstehhund solle in den kommenden Tagen in Gebieten in Brandenburg eingesetzt werden, wo bereits infizierte Wildschweine gefunden wurden, sagte Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt. Bundesweit gibt es nach ihren Angaben nur sechs dieser für diese Aufgabe ausgebildeten Hunde - außer in Thüringen noch in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Thüringer Gesundheitsministerin zur Schweinepest

© dpa

Bodo Ramelow (l-r, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, André Stoll vom Hundecollege Thüringen und Heike Werner (Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen, betrachten "Edda vom Westerbach" und „Nelli vom Westerbach“.

Thüringen habe Brandenburg den Einsatz des Hundes angeboten, der dadurch auch erste Erfahrungen sammeln könne, sagte die Ministerin. «Hunde sind eine große Unterstützung bei der Suche im Wald.» Die Ausbildung der knapp zwei Jahre alten Hündin habe etwa ein Jahr gedauert, sagte ihr Trainer. Eine zweite, erst 14 Wochen alte ungarische Vorstehhündin (Magyar Vizsla) würde derzeit für die Ausbildung zur Kadaversuche vorbereitet. «Edda», so heißt der junge Hund, könnte etwa mit fünf Monaten in die Ausbildung einsteigen. Beide Tiere gehörten dem Land Thüringen.
Bislang wurde die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nur in Brandenburg nachgewiesen. Die Seuche ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und für Hausschweine fast immer tödlich. Ihr Ausbruch in weiten Teilen Deutschland hätte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. Oktober 2020 15:49 Uhr

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