Energieversorger testet mobiles Stromspeichersystem

Energieversorger testet mobiles Stromspeichersystem

Eine effektivere Speicherung und Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien wird bei Friedland östlich von Neubrandenburg getestet. Wie ein Sprecher des Energieversorgers E.dis (Demmin/Fürstenwalde) am Mittwoch sagte, wird ein mobiles Stromspeichersystem unter realen Bedingungen erprobt. Der Speicher wird je nach Bedarf von einem Umspannwerk gesteuert: Kommt mehr «Grünstrom» an als verbraucht oder weggeführt werden kann, wird der Batteriespeicher gefüllt. Wird mehr Strom benötigt, etwa bei Dunkelheit, kann der Speicher Strom liefern. Die Region Friedland sei gewählt worden, weil hier viel erneuerbarer Strom über Wind-, Solar- und Biogasanlagen erzeugt wird und die Einwohnerdichte gering ist.

Der Mobilspeicher steht in einem Wohngebiet und kann bei Bedarf auch umgesetzt werden. Das Projekt sei Teil des europäischen Forschungsprojektes «IElectrix» zur «verbesserten Integration von Grünstrom.» Erste Ergebnisse sollen Ende 2022 vorliegen. Solche Mobilspeicher könnten auch dafür sorgen, dass weniger Verteilnetze neu gebaut werden müssen, sagte der Sprecher.
E.dis betreibt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein rund 79 000 Kilometer langes Stromleitungsnetz und auch ein Gasnetz. Die Gruppe beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter. Im Osten Deutschlands müssen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Flächennetzbetreiber Ost bis 2030 insgesamt 526 Kilometer Hochspannungsleitungen für regionale Verteilnetze neu gebaut und weitere Leitungen verstärkt werden. Hintergrund ist, das mehr Strom aus erneuerbaren Energien fließen soll. Bei E.dis sind es 120 Kilometer neuer Leitungen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. September 2020 13:11 Uhr

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