Illegale Substanzen per Post: Angeklagter kündigt Aussage an

Illegale Substanzen per Post: Angeklagter kündigt Aussage an

Wegen Handels mit psychoaktiven Substanzen und Drogen steht ein 33-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Er soll eine in Polen und Deutschland agierende Gruppierung unterstützt haben. Die Täter hätten Substanzen, die unter das Betäubungsmittelgesetz sowie das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz fallen, aus Asien bezogen und über Onlineshops verkauft. Darunter sind meist synthetische Stoffe zu verstehen, die gelegentlich auch als «Designerdrogen» bezeichnet werden.

Justitia

© dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand.

Der Angeklagte habe über Monate hinweg die Stoffe portioniert, verpackt und per Post an Kunden geschickt. Die Verteidiger kündigten zu Prozessbeginn am Dienstag an, dass sich ihr Mandant zu einem späteren Zeitpunkt äußern werde.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Die Gruppierung habe mindestens seit Januar 2013 agiert, heißt es in der Anklage. «Die Tatbeteiligten bezogen die Substanzen aus dem asiatischen Raum und ließen sie sich an Paketstationen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern übersenden, um sie dann per Post an die Abnehmer weiterzuleiten.» Die Erlöse seien auf Konten in Polen transferiert worden. Von März 2016 an hätten Beteiligte der Gruppierung regelmäßig Pakete aus Packstationen in eine vom dem Angeklagten angemietete Wohnung gebracht. Betäubungsmittel und neue psychoaktive Stoffe seien von dem 33-Jährigen «verpackt und versandfertig» gemacht worden.
Fahnder hätten im Januar 2018 zwei Briefe mit verdächtigen Substanzen beschlagnahmt, die der Angeklagte kurz zuvor in Postfilialen in Berlin abgegeben hatte, hieß es weiter. Bei einer Durchsuchung in seiner Wohnung im Stadtteil Wedding seien rund vier Kilogramm an neuen psychoaktiven Stoffen sichergestellt worden. Der Prozess, für den fünf weitere Tage vorgesehen sind, wird am 22. September fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. September 2020 15:28 Uhr

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