Mehr Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen in Brandenburg

Mehr Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen in Brandenburg

Das Landeskriminalamt in Brandenburg geht 56 möglichen Betrugsfällen bei der Beantragung von Corona-Soforthilfen nach. Insgesamt gehen die Ermittler von einer Schadenssumme von rund 437 000 Euro aus, wie das Innenministerium am Montag bestätigte. Zuvor hatte die Zeitung «Märkische Allgemeine» (Montag) berichtet.

Landeskriminalamt Brandenburg

© dpa

Ein Schild weist auf dem Gelände vom Landesbehördenzentrum auf die "Polizei Land Brandenburg" und das Landeskriminalamt hin.

Bis Ende Juni waren es nach Ministeriumsangaben sieben Verfahren. Damit stieg die Zahl stark an. Insgesamt liegen den Ermittlern demnach 151 Verdachtsmeldungen vor. Die Ermittlungen richteten sich auch gegen Personen, die nicht in Brandenburg lebten, sondern beispielsweise in Berlin (15), Nordrhein-Westfalen (4) und Bayern (1). Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug oder betrügerischer Beantragung von Soforthilfe. Auf die Betrugsfälle war die ILB durch die Überprüfung von Unterlagen aufmerksam geworden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Die Soforthilfen wurden auf Antrag hin Ende März an Unternehmen und Solo-Selbstständige ausgezahlt. Insgesamt erhielten nach Angaben der ILB mehr als 63 000 Unternehmen und Selbstständige die Hilfen. Insgesamt wurden rund 76 000 Anträge gestellt.
Antragsberechtigt waren gewerbliche Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten, Angehörige der Freien Berufe und Solo-Selbstständige, die eine Betriebs- beziehungsweise Arbeitsstätte in Brandenburg haben. Die Hilfen waren gestaffelt nach Betriebsgröße und lagen bei 9000 bis 60 000 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. September 2020 15:40 Uhr

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