Minister: Mehr Interesse an Naturlandschaften, Corona-Zeiten

Minister: Mehr Interesse an Naturlandschaften, Corona-Zeiten

Naturparks und Biosphärenreservate in Brandenburg haben gerade in der Corona-Pandemie nach Worten von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) großen Zulauf. «Gerade in der Corona-Krise wird deutlich, wie groß der Bedarf der Stadtbevölkerung an Ausgleichsräumen, an Erholung und Regeneration in naturbelassenen und intakten Landschaften ist», sagte der Minister am Sonntag anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Ausweisung von Naturlandschaften als Großschutzgebiete. Viele Großschutzgebiete verzeichneten in dieser Zeit hohe Besucherzahlen und gestiegenes Interesse an Naturerlebnissen und -erkundungen vor der Haustür, stellte er fest.

Brandenburgs Forstminister Axel Vogel (Grüne) steht im Wald

© dpa

Brandenburgs Forstminister Axel Vogel (Grüne) steht in einem Wald.

Großschutzgebiete in Brandenburg sind unter anderem die Biosphärenreservate Schorfheide-Chorin und Spreewald sowie der Naturpark Märkische Schweiz. In Brandenburg gibt es derzeit einen Nationalpark, drei Unesco-Biosphärenreservate und elf Naturparke.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Vor 30 Jahren wurden 14 Naturlandschaften auf dem Gebiet der ehemaligen DDR als Großschutzgebiete ausgewiesen und bildeten die Grundlage für die heutigen 15 Gebiete in Brandenburg. Damit sei die landschaftliche Vielfalt Brandenburgs auf einem Drittel der Landesfläche repräsentativ gesichert, erklärte Vogel auf der Festveranstaltung. Durch die engagierte Arbeit der Verwaltungen, der Naturwacht und der vielen für den Naturschutz Engagierten vor Ort hätten diese Gebiete «enorm» an Akzeptanz gewonnen.
Vogel wies auch auf die Bedeutung der Großschutzgebiete als Modellregionen für neue Ansätze der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit sowie der Umweltbildung hin. Die Brandenburger Großschutzgebiete böten da viel. Er nannte unter anderem das Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt mit vielen Projekten zum Schutz von Kulturlandschaften wie auch zur Schaffung von Wildnisgebieten. Zudem würden Angebote als Orte der Erholung und des Naturtourismus geschaffen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. September 2020 17:29 Uhr

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