Bauern in großer Sorge: Verband für verstärkte Vorsorge

Bauern in großer Sorge: Verband für verstärkte Vorsorge

Der Deutsche Bauernverband zeigt sich nach dem ersten Nachweis der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland besorgt und hält noch mehr Prävention gegen eine Ausbreitung für notwendig. Die Schweinehalter hätten zur Sicherung ihrer Bestände bereits umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen wie Hygiene ergriffen, erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Donnerstag in einer Mitteilung. «Die Vorsorge muss noch weiter verstärkt werden.» Nötig sei, Wildschweine zu jagen und einen stabilen Zaun zu errichten. «Wir brauchen zwingend eine wildschweinfreie Zone an der polnischen Grenze», forderte Rukwied. Reisende dürften auch keine Essensreste wie Wurstbrote unachtsam wegwerfen.

Joachim Rukwied

© dpa

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes sowie des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV).

Die Afrikanische Schweinepest war bei einem toten Wildschwein in Brandenburg im Landkreis Spree-Neiße nahe der Grenze zu Polen nachgewiesen worden. Dort gibt es als Schutz bereits einen mobilen Elektrozaun, ein fester Schutzzaun ist in Planung. In einem Radius von 15 Kilometer um den Fundort sind wegen der Schweinepest Beschränkungen vorgesehen. «Das Virus ist eine Gefahr für Haus- und Wildschweine», betonte der Bauernpräsident. Eine Impfung dagegen gebe es bisher nicht.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. September 2020 13:40 Uhr

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