Schweinepest: Klöckner gegen Panikmache bei Folgen

Schweinepest: Klöckner gegen Panikmache bei Folgen

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hat nach dem erstmaligen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland vor Panikmache mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen gewarnt. «Es ist ein Wildschwein gefunden worden in einem Landkreis», sagte sie am Donnerstag in Berlin. Nun gelte es festzustellen, ob es über den in Brandenburg entdeckten Kadaver hinaus eine Verbreitung in dem Gebiet gebe. Dann sei auch festzustellen, welche schweinehaltenden Betriebe es dort gebe. Ziel sei, das Geschehen einzugrenzen und einzudämmen. Sicherlich dürften nun Schweinehalter auch anderswo noch stärker in «Habacht-Stellung» sein. Sie würden aber jetzt nicht in ganz Deutschland für einen Fund in einem Landkreis «verhaftet».

Julia Klöckner (CDU)

© dpa

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft.

Klöckner betonte, dass der Handel mit Schweinen und Schweinefleisch innerhalb der EU weitgehend aufrechterhalten werden könne - von Einschränkungen betroffen wären nicht Betriebe in ganz Deutschland, sondern nur in dem konkret betroffenen Gebiet. Nach Angaben des Ministeriums ist aber davon auszugehen, dass Schweinefleischexporte aus Deutschland besonders nach Asien weitgehend wegfallen dürften. Das Ministerium sei aber in Kontakt mit mehreren Nicht-EU-Staaten, um ebenfalls nur regionale Beschränkungen zu vereinbaren, hieß es.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. September 2020 11:20 Uhr

Weitere Meldungen