Bundesverdienstkreuz: Mendelssohn-Zentrum-Gründungsdirektor

Bundesverdienstkreuz: Mendelssohn-Zentrum-Gründungsdirektor

Der Gründungsdirektor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam, Julius Schoeps, ist mit dem Großen Verdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung, die dem Historiker von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen wurde, überreichte ihm Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag in Potsdam.

Julius Schoeps, Gründungsdirektor des Moses Mendelssohn Zentrums

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Julius Schoeps, Gründungsdirektor des Moses Mendelssohn Zentrums für Europäisch-Jüdische Studien (MMZ).

Der Regierungschef würdigte Schoeps unter anderem als Aufklärer. «Unermüdlich kämpft er gegen antisemitische Vorurteile, Diskriminierung und Gewalttätigkeit», sagte Woidke laut einer Mitteilung der Staatskanzlei. «Er wirbt für Toleranz in Glaubensfragen und bei kultureller Verschiedenheit.» Woidke wandte sich gegen Antisemitismus: «Dass Jüdinnen und Juden in Deutschland heute wieder beschimpft werden und um ihr Leben fürchten müssen, ist unerträglich.»
Das Moses Mendelssohn Zentrum wurde 1992 gegründet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Juden und des Judentums in Europa sowie Antisemitismus und Rechtsextremismus. Julius Schoeps, der 1942 in Schweden geboren wurde, war bis 2015 geschäftsführender Direktor.
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© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 31. August 2020 15:41 Uhr

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