Lehrer mit rechtsextremen Tattoos vor Gericht

Lehrer mit rechtsextremen Tattoos vor Gericht

Mit einem Lehrer, der seine rechtsextremen Tattoos auf einem Schulfest zeigte, muss sich das Amtsgericht Oranienburg befassen. Der Prozess gegen den Mann, der wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angeklagt ist, soll am 29. September beginnen.

Eine Statue der Justitia

© dpa

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand.

Der Lehrer war im Juli 2018 auf dem «Beachday», einem Schulfest am Bernsteinsee (Barnim), als Schiedsrichter im Einsatz. Dabei soll er sein T-Shirt ausgezogen haben, wobei der Wahlspruch der SS «Meine Ehre heißt Treue» für alle Beteiligten wahrnehmbar zum Vorschein kam, wie das Gericht mitteilte. Ein Zeuge fotografierte den Lehrer mit blankem Oberkörper und Tattoo.
Das Land hatte den Lehrer nach dem Vorfall fristlos gekündigt. Er weise eine rechtsextreme Gesinnung auf und sei deshalb für den Schuldienst nicht geeignet, begründete das Land die Entscheidung. Neben der Losung der SS soll der Mann auch noch weitere Tattoos rechtsextremen Inhalts offen gezeigt haben.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Ob die Kündigung rechtens ist, darüber läuft derzeit allerdings noch ein gerichtliches Verfahren, das noch nicht abgeschlossen ist, wie das Bildungsministerium mitteilte. Auch laufe noch ein Disziplinarverfahren. Er sei derzeit nicht an der Oberschule in Hennigsdorf (Oberhavel) beschäftigt.
Eigentlich sollte der Prozess vor dem Amtsgericht bereits im Dezember 2018 beginnen. Weil eine Richterin erkrankte, musste der Termin nach Angaben des Gerichts abgesagt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. August 2020 15:36 Uhr

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