Ostdeutsche Maschinenbauer beklagen Mangel an Nachwuchs

Ostdeutsche Maschinenbauer beklagen Mangel an Nachwuchs

Die seit Jahren angespannte Ausbildungssituation im ostdeutschen Maschinenbau hat sich 2020 nach Angaben des Branchenverbandes VDMA weiter verschärft. Zwar bieten trotz der Corona-Pandemie 86 Prozent der ausbildenden Unternehmen zu Beginn des neuen Lehrjahres so viele Stellen wie geplant an, es bleiben aber zahlreiche Plätze unbesetzt, wie aus einer am Dienstag in Leipzig veröffentlichten Umfrage des VDMA Ost hervorgeht. Grund seien fallende Bewerberzahlen sowie große Wissenslücken der Schulabgänger.

Maschinenbau

© dpa

Ein Mitarbeiter der Maschinenbau und Service GmbH (MSG) schneidet mit einem Trennschleifer.

Befragt wurden 350 Mitgliedsunternehmen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Demnach hatten drei Viertel der ausbildenden Maschinenbaubetriebe Probleme, geeignete Jugendliche für ihre gewerblich-technischen Ausbildungszweige zu finden. «41 Prozent der Firmen mussten sogar Abstriche machen und konnten nicht alle Stellen besetzen», sagte Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost.
71 Prozent der Befragten bemängeln, dass die Jugendlichen oft nicht ausreichend auf die Anforderungen der betrieblichen Praxis vorbereitet seien und erhebliche Wissenslücken in den Naturwissenschaften hätten. «Mit den digitalen Medien haben sich die Interessen und das Freizeitverhalten stark verändert. Immer weniger Jugendliche können zum Beispiel ein Fahrrad reparieren oder selbstständig einen einfachen Schaltkreis bauen», erläuterte der Landesverbandsgeschäftsführer.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. August 2020 10:32 Uhr

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