Regionalliga mit Fans: «Hoffnungszeichen» für den Fußball

Regionalliga mit Fans: «Hoffnungszeichen» für den Fußball

Die Bundesliga muss noch auf eine Meinungswende der Politik hoffen, Joachim Löw und die Nationalmannschaft starten Anfang September wieder ohne Fans - doch am ersten Spieltag der Regionalliga Nordost sind Zuschauer zumindest teilweise wieder erlaubt. «Das ist ein Hoffnungszeichen», sagte der Geschäftsführer des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes, Holger Fuchs. «Dafür haben wir und die Vereine viel Kraft investiert.» Eine generelle Verpflichtung zu Corona-Tests gebe es für die 20 Vereine nicht, erklärte Fuchs.

Bei sieben der insgesamt zehn Spiele sind wieder Zuschauer zugelassen. Nur die drei Partien in Berlin laufen wegen der Corona-Verordnungen noch ohne Fans. Allerdings werden am zweiten Spieltag auch bei den Viertliga-Spielen in der deutschen Hauptstadt wieder Anhänger dabei sein, sagte Fuchs.
Möglich wird die Rückkehr der Zuschauer durch Hygienekonzepte, die von den zuständigen lokalen Gesundheitsbehörden in den Spielorten bestätigt werden mussten. Zuvor hatten der Deutsche Fußball-Bund, die fünf Regionalverbände und die 21 Landesverbände ein Muster-Hygienekonzept erarbeitet, das den Vereinen als Grundlage galt. Der Anzahl der Fans richtet sich nach den jeweiligen Bedingungen in den Stadien. Teilweise können sogar Stehplätze unter Einhaltung der im jeweiligen Bundesland gültigen Corona-Verordnung belegt werden.
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Bei der Partie FC Carl Zeiss Jena gegen SV Babelsberg 03 dürfen bei genereller Maskenpflicht sogar 1895 Zuschauer ins Stadion. Beim Spiel Chemnitzer FC gegen FC Viktoria 1889 Berlin sind 1000 Teilnehmer zugelassen, darunter fallen allerdings auch die Mannschaften, Betreuer, Ordner oder Medienvertreter. Bei Energie Cottbus gibt es ein auf knapp 50 Seiten angewachsenen Hygienekonzept, gegen Lichtenberg dürfen 345 Fans ins Stadion. Zudem sind 400 Dauerkarten-Inhaber der Sponsoren erlaubt. Für die Partie Bischofswerda gegen den VfB Auerbach sind bei maximal 1000 Zuschauern auch Gästefans zugelassen. Die Begegnung wird wegen Umbaumaßnahmen im Bischofswerdaer Stadion Wesenitzsportpark in Bautzen ausgetragen.
Bei allen Spielen wird auf den Einsatz von Ballkindern verzichtet. Auch ein gemeinsames Einlaufen der Mannschaften durch den Spielertunnel wird es nicht geben. Die Clubs müssen unterschiedliche Zu- und Abgänge für die Fans ermöglichen, zudem sollen die Stadien in Sektoren eingeteilt werden. «Wir sind optimistisch, dass es gut läuft», sagte Fuchs. Nach ein, zwei Spieltagen will der NOFV überprüfen, «was möglicherweise noch zusätzlich zu regeln ist».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. August 2020 15:14 Uhr

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