Gewerkschaft mahnt Corona-Disziplin auf Baustellen an

Gewerkschaft mahnt Corona-Disziplin auf Baustellen an

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Mark Brandenburg hat eine zunehmende Missachtung der Corona-Regeln auf den Baustellen im Land kritisiert. Bei ihren Visiten stoße die Gewerkschaft oft auf «grobe Corona-Sünden, klagte der Bezirksvorsitzende Rudi Wiggert laut einer Mitteilung am Donnerstag. «Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser - Fehlanzeige», berichtete Wiggert. «Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen.» Frühstücks- und Mittagspausen würden dicht an dicht im Bauwagen verbracht. «Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind längst wieder an der Tagesordnung.»

Wiggert appellierte an die Beschäftigten, sich vor Ansteckung zu schützen. «Regelmäßiges Händewaschen, Schutzmasken und das Arbeiten mit Abstand gehören zu den To-dos auf dem Bau.» Dies müssten Beschäftigte notfalls selbstbewusst einfordern. Die Arbeitgeber forderte er auf, den Mitarbeitern Einzelfahrten zu den Baustellen zu ermöglichen und die Wegezeit zu bezahlen. Bislang würden An- und Abfahrten zu den Baustellen in der Regel nicht entschädigt. Dies werde die Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen weiter zum Thema machen, kündigte Wiggert an.
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© Bl. Z.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 6. August 2020 10:49 Uhr

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