Kampagne für mehr Kinderschutz startet in Brandenburg

Kampagne für mehr Kinderschutz startet in Brandenburg

Geprügelt, vernachlässigt, eingesperrt: In der Corona-Pandemie will die Landesregierung für den Kinderschutz sensibilisieren und startet dazu heute eine Social Media-Kampagne. Kindern und Jugendlichen solle damit online der Zugang zu Hilfe bei Stress leichter gemacht werden - insbesondere über das Jugendamt. Das teilte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport mit. Unter dem Hashtag #wirhörendirzu können Betroffene bei Sorgen Ansprechpartner in ihrer Region finden. «Unsere Hoffnung ist, dass das in den sozialen Netzwerken geteilt wird und Kinder und Jugendliche, die Stress haben, sich so Unterstützung suchen», sagte Hans Leitner von der Fachstelle Kinderschutz der Deutschen Presse-Agentur. Er hat die Aktion entwickelt und stellt sie gemeinsam mit Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) und Innenminister Michael Stübgen (CDU) in Potsdam vor. Angesprochen werden solle die Altersgruppe ab 12 Jahren.

Mädchen hält sich die Hände vors Gesicht

© dpa

Ein junges Mädchen hält sich die Hände vor ihr Gesicht.

Die Corona-Pandemie hat laut Jugendministerium auch die üblichen Meldewege für Kindeswohlgefährdung deutlich eingeschränkt. In Brandenburg wuchsen Sorgen, dass es während der Corona-Krise vermehrt zu Kindesmissbrauchsfällen kommen könne. Erfahrungen beispielsweise aus der Weihnachtszeit hätten gezeigt, dass die Gefahr steige, hatte die Fachstelle Kinderschutz erklärt. Leitners Angaben zufolge dauert es im Schnitt vier Monate, bis entdeckt wird, dass es einem Kind nicht gut geht. Deshalb sei es wichtig, früh zu reagieren.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 4. August 2020 02:17 Uhr

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