Dehoga-Präsident fordert mehr Freiraum für Familienfeiern

Dehoga-Präsident fordert mehr Freiraum für Familienfeiern

Geht es nach dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga), sollten Familienfeiern in Restaurants ein Stück mehr der Lebenswirklichkeit angepasst werden. Man könne Gästen immer schlechter vermitteln, dass sie sich «vor der Haustür und im Garten herzen und zusammensitzen» und anschließend im Lokal auseinander sitzen müssten, sagte Präsident Olaf Schöpe am Samstag der Deutschen Presse-Agentur auch mit Blick auf die bevorstehenden Einschulungsfeiern. Er bekomme zahlreiche Anrufe von gastronomischen Einrichtungen, die nicht wüssten, wie sie diesbezüglich mit den Gästen umgehen sollten. «Ich weiß da auch keinen richtigen Rat.» Familienfeiern sollten deshalb mehr Freiraum bekommen, forderte der Dehoga-Präsident.

Olaf Schöpe

© dpa

Olaf Schöpe, der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Brandenburg.

Die Einschränkungsverordnung wegen der Corona-Pandemie in Brandenburg für Gäste in Restaurants besagt, dass wer aus der gleichen Wohnung kommt, auch an einem Tisch sitzen darf. Wer aus einem anderen Haushalt kommt, muss Abstand von mindestens 1,50 Meter zum nächsten Gast einhalten. Bars sind weiter geschlossen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Nach Aussagen des Dehoga-Präsidenten sei das Problem bereits im Wirtschaftsministerium zur Sprache gebracht worden. Eine kurzfristige Lösung werde es aber zunächst nicht geben, schätzte Schöpe ein. Hinzukomme, dass durch die derzeitigen Infektionszahlen auch durch Urlauber mit weiteren Lockerungen erst einmal nicht zu rechnen sei. «Natürlich sind wir uns der Verantwortung bewusst, was die Einhaltung der Abstandsregeln angeht», betonte er. Die meisten der Gastronomen hielten die Abstandsregeln in ihren Restaurants wegen Corona ein.
Für die Lage der Hotels und Restaurants im Land zog Schöpe eine gemischte Zwischenbilanz. Gewinner seien derzeit Anbieter von Kurz- und Aktivurlaub. «Da boomt es, ganz klar», berichtete er. In touristischen Hot-Spots wie dem Spreewald oder um Rheinsberg herum sei man schon wieder dabei, Touristenströme zu lenken. Auch das Lausitzer Seenland sei gut besucht. Schaue man auf die Städte, sehe es dagegen schlecht aus. Nach wie vor gebe es kaum Veranstaltungen und wenig Reisebusse. Die großen Hotels hätten eine Auslastung von etwa 20 Prozent. Die Restaurantbetreiber hoffen Schöpe zufolge, wenigstens 50 Prozent der Vorjahresergebnisse erreichen zu können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 26. Juli 2020 17:25 Uhr

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