Garnisonkirche: Kunstausstellung auf der Baustelle geplant

Garnisonkirche: Kunstausstellung auf der Baustelle geplant

Die Stiftung Garnisonkirche will den Rohbau des Kirchturms mit einer temporären Kunstausstellung für die Bürger zugänglich machen. Vom 2. bis 4. Oktober sollen um den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit in dem Rohbau auf drei Etagen mehr als 40 Werke von 35 Künstlern aus Potsdam und Umgebung gezeigt werden, wie Stiftungssprecher Wieland Eschenburg am Freitag bei einer ersten Präsentation von Kunstwerken erläuterte. Darunter sind auch 13 Künstler aus dem benachbarten Kreativquartier im Rechenzentrum. «Der Rohbau ist ein so faszinierendes Gebäude, dass wir es schon in der Bauphase erlebbar machen wollen», sagte Eschenburg.

Stahl- und Betonbauer arbeiten auf dem Dach  der Garnisonkirche

© dpa

Stahl- und Betonbauer arbeiten auf dem Dach der Garnisonkirche.

Am Donnerstag zeigte bereits der Künstler Chris Hinze aus Werder/Havel die beiden Rauminstallationen «Kreuzfahrt» und «Formverlust» mit jeweils zwölf schwebenden Schiffskörpern. Vor dem Rohbau hielt der Künstler Sebastian Kommerell die Baustelle auf einem Gemälde fest. Er hat ein Atelier im Rechenzentrum.
Der knapp 90 Meter hohe Turm der ehemaligen Militärkirche soll bis zum Sommer 2022 wieder errichtet sein. Gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche wenden sich mehrere - darunter auch christliche - Initiativen. Die Gegner sehen in dem historischen Bau ein Symbol des Militarismus und einen Treffpunkt rechtsnationaler Bewegungen in den 1920er und 1930er Jahren. Die Stiftung betont dagegen, sie wolle in dem Neubau den Geist der Versöhnung und des Friedens pflegen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Juli 2020 14:23 Uhr

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