Bergmann-Klinik hat vorerst keinen Corona-Patienten mehr

Bergmann-Klinik hat vorerst keinen Corona-Patienten mehr

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann behandelt derzeit keinen Corona-Patienten mehr stationär. Der vorläufig letzte Patient mit Covid-19 sei nach Genesung am Freitag entlassen worden, teilte das größte Potsdamer Krankenhaus am Samstag mit. «Selbstverständlich werden wir die Infrastruktur für etwaige COVID-Patienten aufrechterhalten», erklärte Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt. Gewissheit über das Ausbleiben einer möglichen zweiten Welle werde es wohl erst mit einem wirksamen Impfstoff geben. «Deswegen sind wir weiterhin permanent auf den Ernstfall vorbereitet.»

Potsdamer Bergmann-Klinikum

© dpa

Der Eingangsbereich des Ernst von Bergmann Klinikums in Potsdam.

In dem Klinikum war im März das Coronavirus ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam nahm im Juni Ermittlungen gegen drei leitende Ärzte und die damalige Geschäftsführung wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung auf. Zwei seit April beurlaubte Geschäftsführer stehen im Verdacht, sie hätten organisatorische Maßnahmen nicht oder nicht rechtzeitig ergriffen. Drei Ärzten wird vorgeworfen, Covid-19-Erkrankungen oder Verdachtsfälle nicht oder verspätet gemeldet zu haben.
Das Klinikum behandelte nach eigenen Angaben bisher 170 Corona-Patienten, 47 starben. Das Krankenhaus, das für die medizinische Versorgung von etwa einer halben Million Menschen in der Region zuständig ist, hatte nach dem Ausbruch ein neues Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 18. Juli 2020 15:25 Uhr

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