In Corona-Zeit mehr Anzeigen wegen häuslicher Gewalt

In Corona-Zeit mehr Anzeigen wegen häuslicher Gewalt

Die Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt hat in Corona-Zeiten in Brandenburg zugenommen. Zwischen dem 16. März und dem 17. Mai habe es 756 Anzeigen zu häuslicher Gewalt gegeben, teilte das Frauenministerium auf Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Bettina Fortunato mit. Das entspreche einer Steigerung um 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Drei Frauen seien in dem Zeitraum getötet worden.

Blaulicht

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Für viele Opfer häuslicher Gewalt sei die Kontaktaufnahme mit entsprechenden Beratungsstellen kaum möglich gewesen, betonte Fortunato, frauen- und familienpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, am Dienstag in einer Mitteilung. Das tägliche Leben habe viele Beziehungen an ihre Grenzen gebracht. Gewalt gegen Frauen und Kinder sei nicht selten Folge dieser Zuspitzung.
Nach Angaben des Ministeriums wurden die Landkreise und kreisfreien Städte gebeten, bei der ortsnahen zusätzlichen Unterbringung betroffener Frauen und ihrer Kinder zu helfen. Vielerorts gebe es Lösungen durch Gästewohnungen, Pensionen, Ferienwohnungen oder Wohnungen. Mit Lockerung der Beschränkungen sei allmählich ein Anstieg des Interesses an Beratungen zu erwarten, hieß es. Im Land gibt es gut zwei Dutzend Frauenhäuser.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Juni 2020 13:45 Uhr

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