Umweltminister warnt vor Vogelsterben

Umweltminister warnt vor Vogelsterben

In Brandenburg gibt es immer weniger Feldlerchen, Kiebitze und Rebhühner. Bei 60 Prozent der Agrarvögel sei der Bestand in den letzten 20 Jahren rückläufig, teilte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) zum Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt (22. Mai) mit. Er wies auf die «besorgniserregende Situation für die weltweite Erhaltung der biologischen Vielfalt» hin. Ein Grund dafür sei, dass es weniger Insekten als Vogelfutter gebe - eine Folge der intensiveren Bewirtschaftung von Agrar- und Grünflächen und des Rückgangs von Brachflächen. 

Axel Vogel

© dpa

Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltminister in Brandenburg.

Zwar gebe es auch Erfolgsmeldungen für den Artenschutz in Brandenburg, wie Vogel erklärte. «So können wir eine Bestandserholung bei einer ganzen Reihe von Fischen und auch Wasserpflanzen aufgrund einer besseren Wasserqualität beobachten.» Bei Amphibienarten habe das Bundesland aber einen enormen Rückgang zu verzeichnen.
Der Landesbauernverband warnte vor Schuldzuweisungen. In der Bundesrepublik gingen pro Tag etwa 60 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche unter anderem zu Gunsten neuer Siedlungen oder Verkehrsprojekte verloren. «Dass in der Neubausiedlung keine Feldlerche mehr singt, dürfte jedem vernunftbegabten Menschen einleuchten», betonte Verbands-Präsident Henrik Wendorff in einer Mitteilung.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Mai 2020 17:20 Uhr

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