Ministerin: Flughafenbetreiber hat keine Hilfe beantragt

Ministerin: Flughafenbetreiber hat keine Hilfe beantragt

Der Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER hat nach Angaben von Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) keine coronabedingte Liquiditätshilfen beantragt. Das betonte Lange am Mittwoch in einer Sondersitzung des Finanz- und Haushaltsausschusse des Brandenburger Landtages. Der AfD-Abgeordnete Daniel Münschke hatte das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen. Er äußerte Befürchtungen, dass der angekündigte Mehrbedarf der Flughafen GmbH durch das Land über den Corona-Rettungsschirm bedient werde.

Flughafen BER

© dpa

Blick auf den künftigen Hauptstadtflughafen BER.

Ministerin Lange betonte, dass eine Businessplan vorliege, in dem der Bedarf beziffert werde. Danach solle die Hälfte über Kredite finanziert werden, der Rest von den Gesellschaftern unter Vorbehalt der Haushaltsgesetze, sagte sie.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Steeven Bretz kritisierte, dass das Thema der Finanzierung nicht in mehreren Landtagsausschüssen Thema sein sollte. Dafür sei bereits der BER-Sonderausschuss zuständig.
«Wir werden auch in 2021, 22, 23 möglicherweise noch Unterstützung benötigen», hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Montag in dem Brandenburger BER-Sonderausschuss gesagt. Der Bund, Berlin und Brandenburg als Eigentümer hatten am Mittwoch eingewilligt, den Flughafen zum 15. Juni zeitweise vom Netz zu nehmen. Grund ist der Einbruch der Passagierzahl in der Corona-Krise.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Mai 2020 13:19 Uhr

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