Städte- und Gemeindebund: nicht genügend Kita-Plätze

Städte- und Gemeindebund: nicht genügend Kita-Plätze

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg hat die Erwartungen an eine Ausweitung von Betreuungsansprüchen in Krippen und Kitas gebremst. Eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern habe ergeben, dass rund 62 Prozent der Krippen und 53 Prozent der Kitas mittlerweile keine freien Plätze mehr für eine erweiterte Notfallbetreuung oder einen eingeschränkten Regelbetrieb hätten, teilte der Bund am Dienstag mit. Im Hortbereich betrage der Anteil rund 40 Prozent.

In den vergangenen Wochen hatte die Landesregierung die sogenannte Notbetreuung ausgeweitet. Zu Wochenbeginn traten zudem erhöhte Richtwerte für Gruppengrößen in Kraft. Ab der letzten Mai-Woche sollen alle Kinder mindestens an einem Tag der Woche die Kitas besuchen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Trotz der Erweiterungen seien jetzt die Kapazitätsgrenzen im Bereich der Krippen und Kitas vielerorts erschöpft, sagte Jens Graf, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg. Die angekündigten weiteren Ausweitungen würden deshalb nur in einem begrenzten Teil der Kommunen zum Tragen kommen.
Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg forderte zudem, auf Landesebene Infektionsschutz und Betreuungskapazitäten in Einklang zu bringen. Betreuungskapazitäten dürften nicht in den Raum gestellt werden, die bei Einhaltung der bisherigen Vorschriften unerfüllbar sind. Damit werde unzulässiger Druck auf die Einrichtungsträger ausgeübt, kritisierte Graf. Vor dem Hintergrund der angekündigten Ausweitungen von Betreuungsansprüchen hatten sich Bürgermeister und Amtsdirektoren an Vertreter der Landesregierung und ihre Landkreise gewandt. An der Blitzumfrage hätten sich 88 der 195 Kommunalverwaltungen beteiligt, so der Städte- und Gemeindebund.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Mai 2020 14:41 Uhr

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