Tag der Familie: Nonnemacher fordert Kindergrundsicherung

Tag der Familie: Nonnemacher fordert Kindergrundsicherung

Brandenburgs Familienministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) fordert vor dem Tag der Familie am Freitag die Einführung einer bundesweiten Kindergrundsicherung - auch über die Corona-Pandemie hinaus. Dadurch sollen Familien im «Dschungel sozialstaatlicher Leistungen» leichter den Überblick bewahren können, erklärte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Donnerstag. Demnach nimmt derzeit beispielsweise nur knapp ein Drittel der Berechtigten in ganz Deutschland den Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen in Anspruch.

Ursula Nonnemacher

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Brandenburgs Familienministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen).

In der Kindergrundsicherung sollen verschiedene Familienleistungen wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Hartz IV für Kinder und Teilhabeleistungen zusammengefasst werden - und dadurch Kinderarmut bekämpft werden. Die Länder erarbeiten dazu seit mehreren Jahren ein Konzept. Am Freitag will der Bundesrat außerdem über Elterngelderleichterungen während der Corona-Krise entscheiden.
Der Wohlfahrtsverband Der Paritätische in Brandenburg sieht derweil die Kinderrechte seit Beginn der Corona-Pandemie in vielen Bereichen gefährdet. Er kritisiert, dass Kinder und Jugendliche bei den Entscheidungen nicht befragt wurden und forderte, ihre Rechte und Standpunkte in den Umgang mit der Pandemie einzubeziehen. Außerdem sollen Präventionsangebote gegen Gewalt in Familien und Kindeswohlgefährdung gerade in der Krise unterstützt werden, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Auch beim Homeschooling soll der Blick demnach vermehrt auf benachteiligte Schüler gerichtet werden - und gegebenenfalls vorhandene Lücken durch individuelle Angebote und Förderung geschlossen werden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. Mai 2020 15:29 Uhr

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