Umweltschützer fordern: TXL und SFX dieses Jahr schließen

Umweltschützer fordern: TXL und SFX dieses Jahr schließen

Der neue Hauptstadtflughafen BER sollte aus Sicht von Umweltschützern anders als geplant ohne die Terminals des bestehenden Flughafens Schönefeld ans Netz.

Tower am Hauptstadtflughafen BER

© dpa

Tower der Deutschen Flugsicherung am Flughafen Berlin Brandenburg Airport (BER).

Nicht nur Tegel, sondern beide Altflughäfen sollen schließen, wenn der BER im Oktober eröffnet, forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Berlin am Donnerstag. Außerdem brauche der neue Flughafen ein umfassenderes Nachtflugverbot.
Die Flughafengesellschaft will die alten Schönefelder Terminals mehrere Jahre weiter nutzen. Denn seit dem BER-Baubeginn vor 14 Jahren sind die Passagierzahlen in Berlin deutlich stärker gewachsen als erwartet - jedenfalls bis zum Frühjahr. Seit Beginn der Corona-Krise fliegt jedoch kaum noch jemand. Passagierzahlen wie 2019 werden erst in einigen Jahren wieder erwartet. Tegel schließt spätestens im November.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Mit einer Schließung der alten Schönefelder Terminals könne viel für den Lärmschutz der Bevölkerung getan werden, argumentierte der BUND. Derzeit ist aber nicht absehbar, dass ein Verzicht auf Schönefeld-alt die Zahl der Flüge verringern würde. In Tegel und Schönefeld gibt es derzeit etwa zehn Flüge pro Tag - üblich waren rund 800. Auch an den BER-Flugrouten würde sich ohne den alten Flughafenteil nichts ändern.
Flugzeug auf dem Flughafen Schönefeld
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 14. Mai 2020 15:18 Uhr

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