Land unterstützt Tierheime in Corona-Krise

Land unterstützt Tierheime in Corona-Krise

Weil in der Corona-Krise die Einnahmen von Brandenburger Tierheimen zum großen Teil wegbrechen, will das Land die Einrichtungen finanziell unterstützen. Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat dazu am Mittwoch eine Richtlinie auf den Weg gebracht, wonach in Not geratene gemeinnützige Träger von Tierheimen eine Soforthilfe erhalten können. Dafür stünden 555 000 Euro aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes bereit, teilte die Ministerin mit.

Tierheime finanzieren sich im Wesentlichen durch Spenden und die Vermittlung von Tieren. Wegen der notwendigen Kontaktbeschränkungen sind die Häuser für den Besucherverkehr geschlossen, die Vermittlung von Tieren ist nur eingeschränkt möglich. Spendenveranstaltungen und ehrenamtliche Helfer bleiben aus.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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«Tierheime erfüllen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Tierschutz in Brandenburg», sagte Nonnemacher. In Zeiten von Corona geschehe das unter erschwerten Bedingungen. Die Richtlinie für eine Corona-Soforthilfe für die Tierheime und ihre Bewohner sei ein Zuschuss, um die akute Notsituation abzuwenden und zumindest die Grundversorgung von abgegebenen oder beschlagnahmten Katzen, Hunden oder Hasen zu gewährleisten.
Hintergrund ist laut Ministerium, dass der Landestierschutzverband dem Verbraucherschutzministerium von Fällen berichtete, in denen aufgrund der Corona-Krise Tierheimleitungen den Betrieb inzwischen mit privaten Mitteln aufrechterhalten müssen. Dem Landestierschutzverband sind 27 Tierschutzvereine mit 15 Tierheimen angeschlossen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. Mai 2020 15:58 Uhr

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