Eichenprozessionsspinner wird in Prignitz bekämpft

Eichenprozessionsspinner wird in Prignitz bekämpft

Der Landkreis Prignitz hat am Dienstag mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) begonnen. Das teilte der Sprecher des Kreises, Frank Stubenrauch, mit. Bis zum Ende der Woche sollen etwa 5000 Bäume vom Boden aus und etwa 140 Hektar aus der Luft behandelt werden. Der Einsatz mit dem Helikopter wird den Angaben zufolge von fünf Einsatzkräften betreut. Unterstützung erhalten sie zudem von den Feuerwehren aus Pritzwalk und Karstädt. Vom Boden aus sind zwei Fahrzeuge einer Spezialfirma mit je zwei Mann Besatzung unterwegs. Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei und der Ordnungsämter unterstützen sie beim Absperren der Straßen.

Raupen vom Eichenprozessionsspinner sitzen in ihrem Nest

© dpa

Raupen vom Eichenprozessionsspinner sitzen in ihrem Nest.

Die Plage durch den Schädling sei auf ähnlichem Level wie im vergangenen Jahr, sagte Stubenrauch. Blicke man drei Jahre zurück, sei die zu behandelnde Fläche aber deutlich zurückgegangen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Der Eichenprozessionsspinner wird vom Boden aus auch in Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel bekämpft, wie der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mitteilte. An Land- und Bundesstraßen wird demnach durch Spezial-Firmen das Insektizid «Foray ES» aus eingesetzt. Es sei ein in der Natur vorkommendes Bakterium. Für andere Insekten und für den Menschen ist es nach Angaben des Landesbetriebs Straßenwesen nicht gefährlich. Kurzzeitig könne es zu Straßensperrungen kommen.
Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von frisch ausgetriebenen Eichenblättern. Bei einem massiven Befall kann es bis zum Kahlfraß kommen. Beim Menschen können die Härchen allergische Reaktionen hervorrufen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Mai 2020 18:28 Uhr

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