Bürgerbündnis kritisiert S-Bahn-Vergabepläne

Bürgerbündnis kritisiert S-Bahn-Vergabepläne

Ein Aktionsbündnis fordert den Verzicht auf die Ausschreibung zur Vergabe von S-Bahn-Teilnetzen. Im Extremfall könnten dadurch mehr als zehn Unternehmen für verschiedene Bereiche der Berliner S-Bahn zuständig sein, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses «Eine S-Bahn für Alle» vom Dienstag. Darüber brauche es eine öffentliche Auseinandersetzung, die wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht möglich sei. Zu dem Bündnis gehören unter anderem die Students for Future Berlin, das Bündnis «Bahn für Alle» sowie das Solidaritätsnetzwerk Berlin. Es warnt vor einer Privatisierung der S-Bahn auf Kosten von Fahrgästen, Beschäftigten und des Klimas. Nach Angaben des Bündnisses unterzeichneten bereits rund 2500 Menschen eine seit Mitte April laufende Petition gegen die S-Bahn-Ausschreibung.

Die Länder Berlin und Brandenburg hatten sich zuletzt auf ein Verfahren zur Vergabe der beiden S-Bahn-Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn geeinigt. Der bisherige Vertrag mit der S-Bahn Berlin GmbH war bereits Ende 2017 ausgelaufen, seitdem werden die Leistungen auf Grundlage von Übergangsverträgen abgerechnet. Die künftigen Verträge über den Betrieb sollen 15 Jahre lang laufen, die Verträge zur Instandhaltung dagegen 30 Jahre.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Mai 2020 13:51 Uhr

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