Mehr Schüler besuchen Brandenburger Gedenkstätten

Mehr Schüler besuchen Brandenburger Gedenkstätten

Die großen Brandenburger Gedenkstätten für die Opfer der Nazidiktatur sind in den vergangenen Jahren von immer mehr Schülern besucht worden. Nur in der Gedenkstätte Ravensbrück gab es von 2014 bis 2019 einen leichten Rückgang, wie aus der Antwort des Kulturministeriums in Potsdam auf eine Anfrage der Landtagsfraktion der Linken hervorgeht.

Eingang und Informationszentrum der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück

© dpa

Eingang und Informationszentrum der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück.

In der Gedenkstätte Sachsenhausen betreute der Besucherdienst 2019 knapp 73 000 Interessenten, rund 11 700 mehr als 2014. 75 bis 78 Prozent dieser Besuchergruppen seien Schulklassen gewesen, 12 bis 15 Prozent außerschulische Jugendgruppen, Auszubildende und Studenten, so das Ministerium. Das 1936 von Häftlingen errichtete Lager war der erste große KZ-Komplex, der von der SS geplant worden war.
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In der Gedenkstätte Ravensbrück nahm die Zahl der betreuten Besucher im vergangenen Jahr verglichen mit 2014 um knapp 300 auf 11 570 ab. Rund 65 Prozent der Besucher waren Schüler und Auszubildende. Darüber hinaus besuchten jährlich 15 000 bis 20 000 norwegische Jugendliche mit eigenen Betreuern die Gedenkstätte. In Ravensbrück war ab November 1938 das größte Konzentrationslager für Frauen auf deutschem Gebiet entstanden.
Die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel verzeichnete einen Besucherzuwachs bei Schülern und Studenten von rund 460 im Jahr 2014 auf 820 im vergangenen Jahr. Bei der Gedenkstätte für die Häftlinge im Zuchthaus Brandenburg-Görden verdoppelte sich die Zahl der Schüler und Studenten im gleichen Zeitraum auf knapp 500.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Mai 2020 08:02 Uhr

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