Woidke für einheitliches Vorgehen der Länder in Corona-Krise

Woidke für einheitliches Vorgehen der Länder in Corona-Krise

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dringt auf ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern in der Corona-Krise. «Es ist entscheidend, dass das Schrittmaß einigermaßen das gleiche ist», sagte der amtierende Bundesratspräsident am Donnerstag im Inforadio des RBB. Vor der Telefonkonferenz der Länder-Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte Woidke, das bisher Erreichte aufs Spiel zu setzen.

Dietmar Woidke (SPD) gibt ein Statement ab

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Dietmar Woidke (SPD) gibt ein Statement ab.

«Wir haben mittlerweile eine stabile Situation. Es ist nicht zu einer exponentiellen Verbreitung des Virus gekommen und damit auch nicht zu einer Überforderung des Gesundheitssystems», stellte Woidke fest. So seien den Deutschen Bilder wie in Italien oder Frankreich erspart geblieben. «Wenn wir jetzt diese Maßnahmen wegnehmen und wenn das Verhalten sich vor allen Dingen wieder ändert, dann kann das ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen, denn das Virus ist nach wie vor hier, es ist da draußen und es ist nach wie vor gefährlich.»
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Woidke betonte: «Bei den ganz großen Fragen wie zum Beispiel Bundesliga, bei Kitas, Schulen, Spielplätzen müssen wir uns dringend miteinander abstimmen.» Da die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die ganze Gesellschaft träfen, sei der Druck «immens». Auch er wolle, dass Kitas, Schulen und Spielplätze möglichst schnell wieder öffnen. Dabei sei jedoch wichtig, Schritt für Schritt und nicht überstürzt vorzugehen. Am Ende gehe es darum, das Ganze gut zu begründen. Schließlich nehme die «Klagefreudigkeit» zu.
Mit Blick auf eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga sagte Woidke: «Spielplätze sind zu, Kitas sind zu, die Bundesliga spielt wieder - das passt nicht wirklich zusammen. Also, wir sollten hier ein gemeinsames Konzept haben.» Er sei dagegen, dass in der Bundesliga wieder gespielt werde, wenn dies «eine solitäre Maßnahme» sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. April 2020 10:13 Uhr

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