Nach Geiselnahme: Angeklagter schweigt

Nach Geiselnahme: Angeklagter schweigt

Er soll eine Frau in Falkensee (Havelland) mit einem Messer bedroht und anschließend in einer Wohnung geknebelt haben: Gegen einen 37-Jährigen hat am Mittwoch vor dem Landgericht Potsdam der Prozess begonnen. Der Angeklagte wollte sich nicht zu den Vorwürfen einlassen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte.

Justizzentrum Potsdam

© dpa

Das Metallschild neben dem Eingang zum Justizzentrum .

Laut Anklage soll der Mann im Mai 2019 aus Verärgerung über ein «verlustreiches Finanzgeschäft» mit anderen gemeinsam erst einen Mann geschlagen und getreten und ihn dann mit einer «Scheinhinrichtung mit einer Gasdruckpistole» dazu gebracht haben, die Anschrift eines weiteren Mannes herauszugeben, wie das Gericht mitteilte. Anschließend habe der 37-Jährige die Wohnung dieses Mannes aufgesucht, sei dort jedoch nur auf eine Frau getroffen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Laut Staatsanwaltschaft bedrohte der Angeklagte sie mit einem Messer schnitt ihr damit in den Hals. Mit ihrem Telefon soll er dann den gesuchten Mann angerufen haben. Anschließend habe der 37-Jährige die Frau als Geisel mit Kabelbindern und Paketklebeband an Händen und Füßen gefesselt. Er durchsuchte der Darstellung zufolge die Wohnung und floh erst, als er oder einer seiner Gefährten die Polizei bemerkte.
Am Mittwoch wurde laut Gericht die Frau vernommen. Sechs weitere Zeugen waren für den ersten von insgesamt sieben Verhandlungstagen geladen. Am 14. Mai soll der Prozess fortgesetzt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 29. April 2020 16:21 Uhr

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