Brandenburg bildet Schlusslicht in Sachen Ärzteversorgung

Brandenburg bildet Schlusslicht in Sachen Ärzteversorgung

Brandenburg liegt bei der Ärzteversorgung deutschlandweit auf dem letzten Platz. Rund 188 niedergelassene Ärzten und Psychotherapeuten versorgen im Schnitt 100 000 Einwohner, wie aus Daten des Bundesarztregisters (Stand Ende 2019) hervorgeht, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat - und damit so wenige wie nirgendwo sonst in der Bundesrepublik.

Arztpraxis

© dpa

Zwei Stethoskope liegen in einer Arztpraxis in einem Behandlungszimmer auf einer Liege.

Auch in den vergangenen beiden Jahren bildete Brandenburg bereits das Schlusslicht. Die Situation hat sich seither immerhin leicht verbessert: 2017 gab es nur 183 Ärzte pro 100 000 Einwohner, 2018 schon 186. Das Arztnetz ist den Zahlen nach in fast allen Bundesländern im Vergleich zu 2018 dichter geworden. Am meisten Ärzte und Psychotherapeuten pro 100 000 Einwohner haben weiterhin die Stadtstaaten Bremen (301,1) Hamburg (292,9) und Berlin (283,7).
Bei den Hausärzten liegt Brandenburg mit 65 Ärzten auf 100 000 Einwohner im unteren Viertel der Statistik. Eine Ausnahme gibt es in der Stadt Frankfurt Oder - sie liegt mit 82 Ärzten pro 100 000 Einwohner auf dem zehnten Platz der Stadt- und Landkreise. Bei den Kinderärzten ist die Versorgung neben Hessen (8,4) die schlechteste im Vergleich der Bundesländer: In Brandenburg praktizieren im Schnitt nur 8,5 Pädiater je 100 000 Einwohner. Beim Spitzenreiter Bremen sind es rund 14.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Mit einem Durchschnittsalter der Ärzte von 54,1 Jahren liegt Brandenburg im bundesweiten Mittelfeld. Jeder zwölfte Arzt - und damit deutlich weniger als in anderen Regionen - ist den Angaben nach älter als 65 Jahre. In Berlin beispielsweise ist jeder sechste Arzt älter als 65.
Zur Gesundheitsversorgung in den jeweiligen Regionen tragen die Praxen der Kassenärzte nicht alleine bei - dazu kommen Ärzte in Krankenhäusern sowie etwa auch Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufler. Zudem nutzen Patienten aus eher dünn besiedelten Umlandregionen oft Praxen in angrenzenden Ballungsräumen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. April 2020 08:12 Uhr

Weitere Meldungen