Prozess um Landesgrundstücke: Verteidigung will Freispruch

Prozess um Landesgrundstücke: Verteidigung will Freispruch

Im Prozess um Untreue-Vorwürfe gegen fünf ehemalige Mitarbeiter der Brandenburgischen Boden Gesellschaft (BBG) haben alle Verteidiger beantragt, die Angeklagten freizusprechen. Die Plädoyers, mit denen die Verteidigung am Dienstagmorgen begonnen hatte, konnten noch am selben Tag zu Ende gebracht werden, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Am Freitag (9.30 Uhr) soll ein Urteil verkündet werden.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte für einen 58-jährigen Angeklagten drei Jahre Haft beantragt, von denen sechs Monate wegen überlanger Verfahrensdauer bereits als vollstreckt erklärt werden sollen. Er, zwei weitere Geschäftsführer sowie eine Prokuristin und eine Sachbearbeiterin sollen zwei Grundstücke unter Wert verkauft und so dem Land Brandenburg einen Schaden von rund drei Millionen Euro zugefügt haben. Die BBG war laut Anklage verpflichtet, ehemalige Militärflächen für das Land Brandenburg zu verwalten und zu verwerten.
Für die beiden weiteren Geschäftsführer und die Prokuristin forderte die Anklage jeweils ein Jahr auf Bewährung sowie eine Geldauflage von 25 000 Euro. Für die Sachbearbeiterin plädierte sie auf eine Geldstrafe von 20 000 Euro.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. April 2020 17:43 Uhr

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