Windkraftausbau im ersten Quartal nur leicht gestiegen

Windkraftausbau im ersten Quartal nur leicht gestiegen

Acht neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von zusammen knapp 56 Megawatt sind in Brandenburg im ersten Quartal zusätzlich entstanden. Zwar wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres insgesamt 24 Anlagen neu gebaut, wie aus Daten der Bundesnetzagentur hervorgeht. Gleichzeitig wurden im selben Zeitraum aber 16 Windräder stillgelegt. Damit lag das Niveau des Nettozubaus leicht über dem des Vorjahreszeitraums. Im ersten Quartal 2019 kamen unterm Strich lediglich fünf Anlagen hinzu.

Windkraft

© dpa

Windräder sind hinter einer kleinen Ortschaft zu sehen.

Dennoch verharrt das Niveau im Vergleich mit den Vorjahren auf niedrigem Niveau. Noch im ersten Quartal 2018 kamen in Brandenburg 45 Anlagen hinzu, im selben Zeitraum des Jahres davor sogar 51. Doch der Ausbau stockt - nicht nur in Brandenburg, sondern bundesweit. Das liegt auch daran, dass sich Bürger zunehmend gegen Windräder in der Nähe ihrer Grundstücke wehren. Derzeit wird ein Mindestabstand von 1000 Metern diskutiert. Kritiker lehnen das ab, weil sie befürchten, dass dadurch wichtige Flächen für den Ausbau der Windenergie verloren gehen.
Besonders in den ostdeutschen, windreichen Bundesländern liegt der Anteil erneuerbarer Energien über dem Bundesdurchschnitt. Im Februar lag ihr Anteil «zwischen Ostseeküste und Erzgebirge» bei rund 85 Prozent, wie der ostdeutsche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz vor einigen Tagen mitteilte. Viel Sonne und ein kräftiger Wind hatten dazu beigetragen, hieß es.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. April 2020 05:36 Uhr

Weitere Meldungen