Mehr Badetote in Brandenburg

Mehr Badetote in Brandenburg

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Brandenburg hat sich kurz vor dem Osterwochenende mit einem Appell an Frühschwimmer, Stand-Up-Paddler und Bootskapitäne gewandt: «Helfen Sie den Helfern, bleiben Sie zu Hause, gehen Sie nicht auf’s Wasser!», teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch mit.

Bereits seit einigen Wochen seien auch die ehrenamtlichen DLRG-Helfer im Rahmen des Einsatzes gegen die Corona-Pandemie eingebunden oder ständen auf Abruf im Rahmen des Katastrophenschutzes bereit. «Die DLRG würde im Moment viel lieber am und im Wasser für Sicherheit sorgen, doch die aktuelle Situation macht es auch unseren Einsatzkräften schwer.»
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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34 Menschen ertranken nach DLRG-Angaben im vergangenen Jahr in Brandenburg, das sind 6 Fälle mehr als im Jahr 2018. Die meisten davon waren zwischen 51 und 55 Jahre alt. Von den 34 Ertrunkenen waren 27 Männer und 7 Frauen. 24 Menschen ertranken demnach in Seen und Teichen, 5 in Kanälen und 3 in Flüssen. In Schwimmbädern, wo die Hilfe durch Rettungsschwimmer am nächsten sei, ertranken im vergangenen Jahr keine Menschen.
Mehr als 33 500 ehrenamtliche Stunden an Brandenburger Gewässern und bei Veranstaltungen waren die Lebensretter laut DLRG 2019 im Einsatz. Außerdem leisteten sie mehr als 1550 Mal Hilfe. In 12 Fällen konnten sie Menschen vor dem Ertrinken retten, in 11 Fällen kam die Hilfe zu spät.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. April 2020 13:57 Uhr

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