Kaum Beschwerden wegen zu wenig Abstand in Bus und Bahn

Kaum Beschwerden wegen zu wenig Abstand in Bus und Bahn

In Berlin und Brandenburg hat es in den vergangenen Tagen nur wenige Beschwerden wegen zu voller Busse und Bahnen gegeben. Der Verband Pro Bahn Berlin-Brandenburg riet allen Nutzern des Nahverkehrs aber trotzdem, die Spitzenzeiten des Berufsverkehrs möglichst zu meiden, um den nötigen Abstand zu wahren, wie der Vorsitzende Peter Cornelius am Freitag sagte.

Schienen

© dpa

Blick auf die Bahnstrecke der Niederbarnimer Eisenbahn.

Am Mittwoch und Donnerstag war es wegen einer Streckensperrung und Fahrzeugschäden zu teilweise sehr vollen Zügen zwischen Strausberg und Berlin-Ostkreuz gekommen. Weil auch auf der S-Bahn-Linie 5 derzeit gebaut wird, nutzten viele Fahrgäste den RB26 Richtung Strausberg, wie ein Sprecher der Niederbarnimer Eisenbahn sagte, die die Strecke betreibt. Zuvor hatte der rbb berichtet. Seit Freitag fahren die Züge auf der Strecke demnach wieder häufiger und mit mehr Waggons.
Ein Sprecher der Bahn teilte mit, dass der angebotene Schienenersatzverkehr mit Bussen auf der Strecke hingegen recht leer sei. NEB und Bahn appellierten an die Fahrgäste, verstärkt auf die Busse auszuweichen, auch wenn diese länger unterwegs seien. So könne der gebotene Abstand gewahrt werden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Die NEB fährt laut Fahrplan üblicherweise einmal pro Stunde zwischen Berlin-Ostkreuz und Küstrin-Kiez (Märkisch-Oderland). Aufgrund des S-Bahn-Ausfalls werden aktuell morgens vier und nachmittags fünf zusätzliche Züge ab Strausberg eingesetzt. Diese fahren derzeit aufgrund von Fahrzeugschäden teilweise nur mit einem Waggon, wie der NEB-Sprecher sagte. Im Laufe der kommenden Woche sollen aber auch die zusätzlichen Züge wieder mit zwei Waggons fahren.
Pro-Bahn-Vorsitzender Cornelius zeigte sich verständnisvoll für eingeschränkte Verbindungen, die möglicherweise auch auf Krankheitsfälle beim Personal zurückzuführen sind. Er forderte aber auch, dass «der bestmögliche Verkehr gefahren wird». Die Verkehrsbetriebe müssten berücksichtigen, dass die Fahrgäste im Rahmen von Monats- oder Jahreskarten regelmäßig Geld für den öffentlichen Nahverkehr bezahlen..

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. April 2020 15:59 Uhr

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