Bundespolizei kontrolliert an Grenze mehr als 1000 Menschen

Bundespolizei kontrolliert an Grenze mehr als 1000 Menschen

Die Bundespolizei hat bei Schwerpunktkontrollen in Brandenburg an der Grenze zu Polen am Mittwoch mehr als 1000 Menschen kontrolliert. Rund 220 Beamte seien eingesetzt worden, teilte die Bundespolizei am Donnerstag mit. Ziel war, gegen unerlaubt eingereiste Menschen und Schleuser vorzugehen.

Polizeikontrolle

© dpa

Ein Polizist hält eine Kelle in den Händen.

Kontrollstellen gab es unter anderem an den Bundesautobahnen 12 bei Frankfurt (Oder) und 15 bei Forst, an verschiedenen Bundesstraßen und im Bereich ehemaliger Grenzübergangsstellen.
Festgestellt wurden unter anderem vier Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz sowie gegen das Waffen- oder Betäubungsmittelgesetz. Ein 31-Jähriger wurde nach den Angaben wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Er hatte in seinem Auto eine geladene Schreckschusswaffe sowie mehrere Knallpatronen, ohne im Besitz eines erforderlichen kleinen Waffenscheins zu sein.
Zudem gelang es, einen seit Juni 2004 wegen schweren Raubes in sechs Fällen durch das Landgericht Berlin verurteilten Mannes festzunehmen. Nachdem er einen Teil seiner Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren und neun Monaten verbüßt hatte, war er in sein Heimatland abgeschoben worden. Die Beamten verhafteten den 43-jährigen Polen bei seiner Wiedereinreise in das Bundesgebiet. Er muss noch 968 Tage seiner Strafe verbüßen.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Anfang November verfügt, dass die Bundespolizei vor allem an den Grenzen verstärkt kontrolliert. Der Erlass war eine Reaktion auf die illegale Wiedereinreise eines erst kurz zuvor abgeschobenen Clan-Mitglieds.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Februar 2020 16:19 Uhr

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